Die österreichische Feuerwehr blickt auf eine lange Tradition zurück und ist eng mit der Entwicklung des Brandschutzes und der organisierten Hilfeleistung in Österreich verbunden.
Im Mittelalter waren Brände besonders in Städten mit vielen Holzbauten eine große Gefahr. Erste Maßnahmen bestanden aus Feuerwachen, Nachtwächtern und einfachen Brandvorschriften.
1686: In Wien wurde die erste städtische Feuerordnung erlassen, die verpflichtete, Wasserfässer und Feuerhaken bereitzuhalten.
1759: Maria Theresia gründete in Wien eine organisierte Feuerschutztruppe – der Vorläufer der Berufsfeuerwehr.
1851: Gründung der ersten Freiwilligen Feuerwehr Österreichs in Linz, inspiriert von Entwicklungen in Deutschland.
In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche Freiwillige Feuerwehren in ganz Österreich.
1869: Der „Österreichische Feuerwehr-Reichsverband“ wurde als erste landesweite Organisation ins Leben gerufen.
1908: Einrichtung der ersten modernen Berufsfeuerwehr in Wien.
Feuerwehren wurden mit neuen Technologien wie motorisierten Löschfahrzeugen, Hydranten und Atemschutzgeräten ausgestattet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte der Wiederaufbau der Feuerwehren eine zentrale Rolle im Katastrophenschutz.
Heute gibt es in Österreich über 4.800 Feuerwehren, darunter Freiwillige Feuerwehren, Betriebsfeuerwehren und Berufsfeuerwehren.
Die Freiwillige Feuerwehr stellt mit über 99 % der Mitglieder das Rückgrat des österreichischen Feuerwehrwesens.
Feuerwehren sind heute nicht nur für Brände zuständig, sondern auch für technische Einsätze, Hochwasserschutz und Katastrophenhilfe.
Die österreichische Feuerwehr zählt damit zu den traditionsreichsten und am besten organisierten Feuerwehren weltweit.